04 Feb. Schließung des Neff-Werks in Bretten: Die Linke Bruchsal solidarisch mit den Beschäftigten
Die Ankündigung des Bosch-Konzerns, das Traditionsunternehmen Neff in Bretten bis 2028 zu schließen, sorgt für große Betroffenheit in der Region. Rund 1.000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel – Existenzen, Familien und ganze Lebensentwürfe sind bedroht.
Besonders brisant ist diese Entscheidung vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Lage des Konzerns: Laut eigener Unternehmensangaben erzielte Bosch im Jahr 2024 einen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro. Die geplante Werksschließung ist damit kein Ausdruck wirtschaftlicher Not, sondern eine unternehmerische Entscheidung im Sinne reiner Profitmaximierung.
Die Bruchsaler Landtagskandidatin der Partei Die Linke, Saltanat Abduvaliev, erklärt dazu:
„Wenn ein Konzern Milliardenumsätze erzielt und gleichzeitig 1.000 Arbeitsplätze streicht, ist das kein betriebswirtschaftlicher Zwang, sondern eine bewusste Entscheidung gegen die Beschäftigten. Hier wird Rendite über Menschen gestellt. So geht man nicht mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern um.“
Abduvaliev betont die Notwendigkeit politischer Verantwortung und klarer Positionierung:
„Industriearbeitsplätze sind keine beliebig verschiebbaren Kostenfaktoren, sondern Grundlage von sozialer Sicherheit und regionaler Stabilität. Wer Standorte schließt, zerstört nicht nur Arbeitsplätze, sondern ganze soziale Strukturen.“
Die Linke Bruchsal erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten von Neff in Bretten, dem Betriebsrat und der IG Metall Bruchsal und fordert den Bosch-Konzern auf, Verantwortung für die Region und die Belegschaft zu übernehmen.